Nicci French: Der Glaspavillon

Über das Buch:

Autorin: Nicci French
Titel: Der Glaspavillon
Originaltitel: Memory Games
Verlag: Penguin Verlag
Genre: Thriller
ISBN: 978-3-328-10532-9
Preis: 10,00€

Klappentext:

Es soll ihr Abschiedsgeschenk sein: Jane, Exfrau des ältesten Sohne der Familie Martello, plant den Bau eines Glaspavillons im Park des Landsitzes. Doch dann wird genau an der Stelle ein Skelett gefunden. Für Jane bricht eine Welt zusammen: Bei der Toten handelt es sich um Natalie, die seit 25 Jahren spurlos verschwundene Tochter des Hauses und Janes beste Freundin. Als sich herausstellt, dass die damals 16-Jährige schwanger war, hüllt sich die Familie in Schweigen. Nur Jane macht sich auf die Suche nach der Lösung des dunklen Geheimnisses – die für sie zu einer beängstigten Begegnung mit der eigenen Vergangenheit wird.

Meine Meinung:

Vorab: Ich habe dieses Buch nicht beendet.
Ich habe mich Seite für Seite gequält und kam dennoch nicht voran. Der Klappentext verspricht viel, hält aber beinahe nichts davon ein. Das Skelett das gefunden wurde (ist kein Spoiler, steht ja im Klappentext) spielt beinahe keine vordergründige Rolle. Hier und da wird es mal erwähnt, aber darum drehen tut sich die Geschichte nicht wirklich. Viel wichtiger war es offenbar, Familie Martello und die Cranes, bis zum Grund auszuschlachten: Den Familien gehören insgesamt so um die 20 Mitglieder an. Schön, aber jede davon scheint eine tragende Rolle der Geschichte zu spielen und ich könnte auch fast jede von ihnen wunderbar charakterisieren, so viel Informationen wie wir von ihnen bekommen. Unabhängig davon, dass ich die Leute so gut kennenlernen durfte, weiß ich aber nicht ihre Namen. Klar, hin und wieder fällt mal einer, aber wie soll man sich den bei 20 Personen merken, wer welcher war, wer zu welcher Familie gehört und wie die Lebenspartner derjenigen heißen? Und ist es wirklich relevant, das Buch mit Charakteren vollzustopfen, die für die Geschichte teilweise unwichtig sind? Weiter geht es mit dem Vater der Familie Martello, Alan, seine Geschichte ist so präsent, das Buch könnte von ihm alleine handeln. Von seinem erfolgreichen aber dennoch antifeministischem Roman, seinen zahlreichen (oder eher unzählbaren?) Affären, seiner Vorliebe für junge Mädchen, seinem Desinteresse gegenüber seiner Krebskranken Frau, dem Alkoholproblem – ja er könnte problemlos ein Buch für sich füllen. Die Protagonistin Jane hat psychische Probleme und die Story dreht sich zu ganz großen Teilen um ihre Therapiesitzungen – erst mit einer Therapeutin, die ihr aber irgendwie nicht gepasst hat, dann einem Therapeuten mit Familie, den sie aber irgendwie anziehend findet. Die Verhältnisse in der Familie untereinander sind zudem unklar und ich konnte bei all dem leider nicht erkenne, wie das mit dem Fund der Leiche zusammenhängt.

Bewertung:

Es tut mir wirklich leid, aber das Buch war langweilig, zäh und hatte von allem zu viel – nur nicht von dem Teil der Geschichte, den ich erwartet habe. Ich konnte es leider nicht beenden, weil es mich so gelangweilt hat. Es ist keine Spannung aufgekommen und die Geschichte kam nicht voran, stagnierte. Demnach wird es von mir auch mit der schlechtesten Bewertung verzeichnet werden. Ich kann keine Leseempfehlung aussprechen.


• Die Coverrechte obliegen ausschließlich dem Penguin Verlag.

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